Paul Dubois, ein Pionier der Psychotherapie als politischer Mahner

Christian MÜLLER

Herrengasse 23, 3011 Bern, Schweiz
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Paul Dubois (1848-1918) war zwischen 1905 und 1918 neben Sigmund Freud einer der berühmtesten Psychotherapeuten in Europa. Seine Bücher wurden in acht Sprachen übersetzt und erlebten zehn und zwölffache Auflagen. Berühmte Zeitgenossen konsultierten ihn.

Als Idealist, der an das Gute im Menschen glaubte, wurde er durch den Ausbruch des ersten Weltkriegs aufs tiefste erschüttert. Die Schweiz war damals in gefährlicher Weise gespalten zwischen den Suisses romands, die Sympathien für die Alliierten hatten und den Deutschschweizern, die eher zu Deutschland neigten. In Zeitungsartikeln nahm Dubois heftig Stellung für eine Neutralität, was ihm zahlreiche Kritiken eintrug. Spittler, der berühmte Dichter, hat später seine Schrift "unser Schweizer Standkpunkt" veröffentlicht. Dass aber Paul Dubois vor ihm in der Schweizer Oeffentlichkeit als Mahner aufgetreten ist war bisher wenig bekannt.

 

Panel 2B   (Developing History)
Tuesday, 14 September 1999
14.00

The Neurosciences and Psychiatry: Crossing the Boundaries

Joint Congress of the European Association for the History of Psychiatry (EAHP), the European Club for the History of Neurology (ECHN), and the International Society for the History of the Neurosciences (ISHN)

Zurich and Lausanne, Switzerland, 13-18 September 1999