Hermann Oppenheims Konzept der traumatischen Neurosen - klinische Symptomatologie, ätiopathogenetische Konzepte und forensische Bedeutung

Franz KOHL

Kartäuserstr. 39, 79102 Freiburg, Deutschland
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Seit etwa 20 Jahren gehört die posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) zu den wichtigsten Forschungsthemen in der Psychiatrie. Auch wenn die gegenwärtige Konzeption von der US-amerikanischen Psychiatrie dominiert wurde, lassen sich unschwer Bezüge zum Berliner Neuropsychiater Hermann Oppenheim (1858-1919) herstellen, der bereits in den 1880er Jahren eine eigenständige Konzeption der sogenannten "traumatischen Neurosen" entwarf und dann bis zum 1. Weltkrieg wissenschaftlich und publizistisch sehr offensiv vertrat.

Der Beitrag will die Konzeption Oppenheims sowohl hinsichtlich der klinischen Symptomatologie, der ätiopathogenischen Konzepte und der forensischen Bedeutung der Oppenheim'schen "traumatischen Neurosen" darstellen. Auf diesen mehr deskriptiven Vortragsteil aufbauend, soll die Bedeutung der Oppenheim'schen "traumatischen Neurose" als Vorläuferkonzeption für die späteren Fassungen der posttraumatischen Belastungsstörungen analysiert, ihre zeitgebundenen Grenzen und ihre prospektive Potenz illustriert werden.

 

Poster Session
Tuesday, 14 September 1999
14.00-15.40

The Neurosciences and Psychiatry: Crossing the Boundaries

Joint Congress of the European Association for the History of Psychiatry (EAHP), the European Club for the History of Neurology (ECHN), and the International Society for the History of the Neurosciences (ISHN)

Zurich and Lausanne, Switzerland, 13-18 September 1999