Von der klassischen Neurologie zur Neurologie des Selbst. Die Rezeption der Neurologiegeschichte und ihre systematische Stellung im Werk von O.W. Sacks.

Ernst H. HISCHE

Psychiatrische Universitätspoliklinik, Kantonsspital Basel, Petersgraben 4, 4031 Basel, Schweiz
<EH.Hische_HD@t-online.de>

 

Der anglo-amerikanische Neurologe, Neuropsychologe und Neuropsychiater Oliver Sacks hat auf "clinical tales" basierend ein umfangreiches literarisches Werk vorgelegt, dem eine umfassende Rezeption und Interpretation der Neurologiegeschichte inhärent ist.

Von Jackson und Head ausgehend entwickelt er über Goldstein und Luria hinausgehend die Umrisse einer "Neurologie des Selbst" oder "klinischen Ontologie", die beansprucht den Wechsel von einer statischen zu einer dynamischen Neurologie zu vollziehen. Die eigenen klinischen neurologischen Erfahrungen finden zuletzt in den neurowissenschaftlichen Arbeiten von G.M. Edelman im Rahmen einer Theorie der Selektion neuronaler Gruppen für Sacks eine adäquate neuere theoretische Interpretation.

Die vorliegenden Überlegungen wollen eine Rekonstruktion der Grundlinien im Werk von O.W. Sacks bieten.

 

Panel 3A   (Body-Mind)
Tuesday, 14 September 1999
16.00

The Neurosciences and Psychiatry: Crossing the Boundaries

Joint Congress of the European Association for the History of Psychiatry (EAHP), the European Club for the History of Neurology (ECHN), and the International Society for the History of the Neurosciences (ISHN)

Zurich and Lausanne, Switzerland, 13-18 September 1999